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PROJEKTBESCHREIBUNG - DEUTSCH

Kenosis Kommunität: Spirituelle Gemeinschaft im Diakonischen Werk

Die Entwicklung

In 1989 wurde der ‚Kenosis Community Trust' gegründet. Seine Vision war es eine Spirituelle Gemeinschaft innerhalb der Lutherischen Kirche zu gründen, und dafür wurde ein Grundstück, mit altem Pfarrhaus und großen Garten in Pietermaritzburg / Bishopstowe gekauft. In 1996 wurden die ersten Schritte dieser Vision zur Tat. 8 Frauen zogen mit Gunther und Monika Wittenberg nach Bishopstowe um einen ein Jährigen Kurs in ‚Primary Theological Education' zu machen. (So etwa eine Gemeindehelferinnen Ausbildung.) Dieser Kurs wurde dann in den darauffolgenden Jahren weiterhin in Kenosis angeboten. Die Studentinnen lebten gemeinsam im alten Pfarrhaus, und lernten, neben der Theorie, auch Praktische Lebenshilfen (u.a organischen Gemüsegarten Anbau und Erste Hilfe), und wie Gemeinschaft leben in der Praxis aussieht.

In 1997 wurde Sr Happiness Khumalo, Studentin aus dem ersten Kurs, als erste Novizin der Kenosis Schwesternschaft aufgenommen. So war nun das Fundament für eine Spirituelle Gemeinschaft gelegt. In 1999 machte sie ihre zeitliche Profess. In 2002 kam Sr Lindeni und wurde als Novizin in die Schwesternschaft aufgenommen. Heute (2005) leben die beide gemeinsam als Kenosis Schwestern in Kenosis.

Die Ausbildungsaufgabe und der Aufbau einer Spirituellen Gemeinschaft wurden in 1997 durch folgendem Ereignis in Kenosis erweitert. Ein Schulmädchen aus der Nachbarschaft brachte ihr Kind, Sindi, in Kenosis zur Welt, starb aber nach einigen Wochen an AIDS. So stand die immer bedrohliche Realität von AIDS nicht mehr direkt vor der Tür, sondern war mitten in das Leben der Kenosis Kommunität eingebrochen. Da es niemanden gab der Sindi aufnehmen und verpflegen konnte, wurde sie die ersten Monate ihres Lebens in Kenosis versogt. Nach 5 Monaten wurde sie dann von entfernten Verwandten, die auf dem Nachbargrundstück lebten, adoptiert. So blieb Sindi in ‚Reichweite' von Kenosis.

Dieses Ereignis führte zu einem größeren Bewusstsein der Realität der HIV / AIDS Katastrophe, die sich in Südafrika nicht mehr aufhalten ließ. Und so kam dann auch bald die Frage: Welchen Beitrag kann Kenosis leisten im Kampf gegen AIDS und besonderes im Hinblick auf Kinder die durch AIDS, Weisen geworden sind. Der erste Schritt war der Anschluss and das Netzwerk CINDI (einzelne Leuten und Organisationen die sich um AIDS Weisen kümmern) um zu untersuchen welche Möglichkeiten es gab. Diese wurden auch bald klar, ein AIDS Weisen Projekt in Kenosis.

Im Dezember 1997 wurde das Nachbargrundstück (wo auch Sindi mit ihrer neuen Familie lebte) gekauft, und so waren die nächsten Schritte des Kenosis AIDS Orphans Projekt gemacht. In Zimbabwe hatte man ein Model entwickelt welche vorsieht dass AIDS Weisen in einem natürlichen ‚Village-Umfeld' groß werden. So wurden dann über 3 Jahre 6 Häuser gebaut: 3 vorgesehen für Weisenkinder mit je einer ‚Foster mother' und 3 Häuser für Kenosis Mitarbeiter . Eine sogenannte ‚village' (Dorf) in der Kinder, Erwachsene, Familien, Weisen, Arbeiter, jung und alt zusammen leben.

Die Realitäten von HIV / AIDS, und die geringe Medizinische Versorgen für die Armen war der Grund weshalb sich Kenosis auch in dem ‚Health Committee' (Gesundheitskomitee) des Umliegenden Gebietes einsetzte. Das Ziel: eine Klinik zu gründen in der Kranke lokal versorgt werden können, und so, ihnen der oft ziemlich weiter Weg in die Städtische Klinik erspart bleiben würde. Kenosis war bereit das Haus für diese Klinik zu stellen. Leider ist die Gründung nicht ganz einfach, und der Prozess ist immer noch im werden. Zur Zeit (2005) wird die Klinik einmal im Monat vom Städtischen Gesundheitsdienst versorgt. Als Auftrag der Klinik hat Kenosis ein ‚Educational Programme' auf den Umliegenden Farmen gestarted. Linda Knox, mit einem Team von 4 Freiwilligen geht Freitag Nachmittags auf die umliegenden Farmen um Farmarbeiter über AIDS - wie man sich infiziert; wie man sich schütz; was zu tun wenn man infiziert ist - zu unterrichten. Wir hoffen dass durch diese Arbeit der Klinik besuch steigen wird.

In 1998 kam eine Anfrage von Farmers Frauen aus der Gegend an Kenosis, ob wir nicht einen Kindergarten bauen könnten für Kinder von Farmarbeitern. In 2001 kamen 2 Gruppen aus Deutschland (über die Christusbruderschaft - Selbitz) nach Kenosis, und bauten in 6 Wochen den Rohbau des Kindergartens. Im Oktober 2001 kamen die ersten Kinder, und im Januar 2002 waren knapp 50 Kinder im Kindergarten angemeldet. Die Kinder kommen aus 3 Gebieten - Glenwood (‚Mittelstands Township'), Tamboville (Informalsettelment / armes Wohngebiet) und den Umliegenden Farmen. Die Kinder werden morgens mit unserem Bus abgeholt, und Mittags wieder nach Hause gefahren.

Seit Anfangs 2003 hat das Gästehausprojekt, welches schon länger in der Planung ist, auch die ersten Schritte getan. Das Ziel dieses Projektes ist es ein ‚Retreat Centre' zu gründen, welches zur Vision eines der Gründer, Gert Landmann, gehörte. Auch hofft man dass mit einem Gästebetrieb auf langer Sicht Profite gemacht werden, welche dann ausschließlich in Kenosis unterstützen sollen. Dieses Projekt gehört zwar zu Kenosis dazu, aber die Verwaltung und das Management wird von der Kenosis Kommunität selbst getrennt gehalten.

Vision und Ziele der Kenosis Kommunität

Der Name Kenosis ist die Grundlage für die Vision der Kommunität. Kenosis ist ein Griechisches Wort und bedeutet sich ‚entäusern / demütigen'. In Philipper 2:7 gebraucht Paulus dieses Wort um das Leben Jesu zusammenzufassen. Jesus soll, mit seinem Leben, das Vorbild für das Leben in Kenosis sein, in dem die Gemeinschaft:
- sich Gott zur Verfügung stellt im Gebet und Andacht. Es gibt in Kenosis tägliche Andachten an dem alle die in Kenosis wohnen teilnehmen dürfen. - Nachfolge übt in dem sich die Mitglieder als Geschwister in Christus, trotz unterschiedliche Kulturen und Rassen, annehmen.
- Den Armen unserer Gesellschaft zur Seite steht und dient, besonders denen dessen Leben durch AIDS betroffen ist.
So die Vision und Ziele der Kenosis Kommunität.

Jetzige Projekte

Vieles über die verschiedenen Projekte in Kenosis ist schon gesagt worden, ich berichte aber trotzdem kurz den neusten Stand der Dinge in den verschiedenen Projekten.

Schwesternschaft: Sr Happiness leitet die Schwesternschaft und hat im Dezember 2005 ihr Theologiestudium an der Universtität in Pietermaritzburg beendet. Sr Lindeni ist Novizin, und hat im Mai 2004 eine Ausbildung zur Kindergärtnerin begonnen, und arbeitet im Kindergarten als Leiterin einer Gruppe mit.

Ausbildung: In den letzten Jahren hat die Anzahl von Studentinnen, die an dem Kenosis Kurs Interesse hatten, aus verschiedenen Gründen, nachgelassen, und es wurde festgestellt dass die Bilanz zwischen Arbeitsaufwand und ‚outcome' nicht stimmte. Ende 2002 hat man dann beschlossen den Kurs auf 3 Monate zu kürzen: 2 Monate Theorie in Kenosis und 1 Monat praktischer Einsatz in einer Gemeinde. 2003 haben wir den Kurs so angeboten, haben aber in diesem Jahr beschlossen keinen Kurs anzubieten.

AIDS Orphans Project: Zur Zeit haben wir in unserem ‚village' 3 Pflegemütter mit je 6 Kindern, also leben jetzt 18 Kinder in unseren Foster Dorf. Somit sind wir nun auch voll und können keine neuen Kinder mehr aufnehmen. Kenosis hat sich entschlossen erst mal nicht noch Häuser zu bauen und größer zu werden, sonder eher zu gucken wie können wir die Kinder auch Psychisch unterstützen und Probleme aufarbeiten. Die Pflegemütter sind verantwortlich für die Kinder und für die Versorgung von ihnen. Die Kindern bekommen eine Unterstützung vom Staat - R450.00 pro Kind im Monat (50 Euro). Aus Administrativen Gründen dauert es manchmal einige Monate bevor dieses Geld an die Pflegemütter gezahlt wird. Solange das Geld vom Staat nicht kommt übernimmt Kenosis diese kosten. Zusätzlich zu diesem Geld unterstützt Kenosis die Familien auch finanziell, und stellt die möbilisierten Häuser zur Verfügung, zahlt Strom und Wasser etc.

Kindergarten: Im Kindergarten wuselt es von Kindern. In diesem Jahr (2005) sind es wieder knapp 50 Kinder die alle Morgens abgeholt werden und Nachmittags wieder nach Hauser gefahren werden. Die Leitung hat Rhoda Zunke und ihr steht zur Seite Sr Lindeni Mavundla, und zwei unserer Freiwilligen. Der Kindergarten finanziert sich zum Teil aus Beiträgen die die Eltern zahlen. Die Beiträge sind aber gering und tragen nicht die kosten des Unternehmens - Transport, Materialien, Essen, Gehälter etc. Viele Eltern können selbst den Geringen Beitrag von R50.00 im Monat (5,5 Euro) nicht zahlen. Wir haben für diese Fälle ein Stipendienfond eingerichtet, um denen einen Kindergartenplatz zu ermöglichen die es sich sonst nicht leisten könnten.

Klinik: Wir hoffen dass in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit der Stadt sich so entwickelt das die Klinik besser besucht wird und eventuell öfter als nur einmal im Monat eine Klinik angeboten werden kann.

Volunteers: Jährlich bekommt Kenosis 4 Freiwillige Mitarbeiter/Innen aus Deutschland die in Kenosis mit wohnen und an verschiedenen stellen mithelfen uA. Im Kindergarten, Haus und Hof, Fahrdienste übernehmen etc.

Zusammenfassung

Über die Jahre ist Kenosis gewachsen und hat verschiedene Aufgaben übernommen. Aus einer Vision eine Spirituellen Gemeinschaft zu Gründen ist zusätzlich ein Diakonisches Projekt entstanden. Die Schwestern tragen die Arbeit im Gebet, und dort wird Kraft geschöpft die oft nicht immer ganz einfachen Aufgaben anzupacken. Für alle Fürbitten, und fürs mitdenken und mittragen in aller Welt sind wir sehr dankbar. Kenosis finanziert sich fast ausschließlich aus Spenden. Die kosten sind vielseitig: Elektrisität und Wasser, Transport, Garten, Gelände und Häuser erhalt, Gehälter, Unterstützung der Kinder etc. Wir sind sehr dankbar für alle Spenden die wir bekommen um hier unsere Arbeit tun zu können. ‚Ich will dich Segnen und du sollst ein Segen sein.' So hat der Herr Kenosis über die Jahre gesegnet und Kenosis konnte ein Segen im Leben einiger Menschen sein.

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